Krankenhäuser im Dialog - der gesundheitspolitische Podcast der Deutschen Krankenhausgesellschaft

Krankenhäuser im Dialog - der gesundheitspolitische Podcast der Deutschen Krankenhausgesellschaft

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00:00:05: Krankenhäuser im Dialog, der gesundheitspolitische Podcast der DKG.

00:00:10: Ausführlich konstruktiv, kontrovers aber auch spannend und praxisnah.

00:00:21: Zu unserer heutigen Podcastreihe darf ich ganz herzlich begrüßen den Landrat des schönen Landkreises Freudenstadt im Schwarzwald Herrn Andreas Jund.

00:00:29: Herzlich willkommen Herr Jund!

00:00:31: Einen wunderschönen guten Morgen und herzlichen Dank für die Einladung.

00:00:33: Ich freue mich dass ich heute bei Ihnen sein darf.

00:00:35: Ja, schön dass Sie da sind.

00:00:37: Die Zuhörerinnen und Zuhörer fragen sich vielleicht warum jetzt ein Podcast, ein Gespräch mit einem Landrat?

00:00:44: Aber das hat natürlich einen Grund.

00:00:45: Sie haben nämlich auch ein Krankenhaus in Ihrem Landkreis aber bevor wir zu diesem Thema kommen wollen wir noch ein bisschen mehr über sie erfahren.

00:00:52: Sie sind noch nicht so ganz lange Landrat erst relativ kurz aber ich glaube Sie haben kommunalpolitische Erfahrungen die über diesen Zeitraum hinausgeht.

00:01:02: erzählen Sie es doch mal ein paar Sätze über ihren Werdegang.

00:01:05: Ja, ich bin seit Oktober Landrat des Landkreis Freuenstadt.

00:01:09: Davor war ich Vizepräsident bei der Gemeinde Prüfungsanstalt Baden-Württemberg und davor war Ich schonmal im Landkreisfreuenstadt als Stabstellenleiter über achtundhalb Jahre.

00:01:17: von daher begleite ich das Krankenhaus seit zwei Tausendsechzehn in den Landkreisen Und ich komme gebürtig aus dem Landkreist Freuenstatt Das heißt der Landkreise ist natürlich für mich ja mein Heimatlandkreis wo ich so mit eng verwurzelt Bin ... unsere Strukturen, Krankenhausen alles schon eigentlich seit Kindes an.

00:01:33: Begleite und in diesem Krankenhaus tatsächlich auch auf die Welt gekommen

00:01:36: bin.".

00:01:37: Ja jetzt... würde man sagen, na ja Landrat Bürgermeister sind das eigentlich noch attraktive Jobs in der heutigen Zeit wo land auf und ab darüber berichtet wird dass es den Kommunen finanziell so schlecht geht.

00:01:49: Dass man im Prinzip ständig in der Not ist, wo kriege ich das Geld her um meine Pflichtaufgaben zu erfüllen geschweige denn finanzielle Mittel übrig zu haben um sozusagen Kür zu erledigen Projekte die den Menschen in der Region wichtig sind?

00:02:04: was hat sie bewegt dazu, diesen Job trotzdem anzustreben und am Ende auch die Wahl zu gewinnen?

00:02:12: Ja ich glaube es gab sicherlich Zeiten da war der Job einfacher.

00:02:17: Einfach war er nie ist er auch nie aber er war einfacher.

00:02:21: für mich bewegend war ganz klar Ich habe mich zur Wahl gestellt.

00:02:24: deswegen Landrat ist kein Schicksal Es ist eine Entscheidung und ich habe mich bewusst für meinen Landkreis entschieden, mich dafür einzusetzen genau diese Situation vor dem wir jetzt stehen.

00:02:35: Dafür zu kämpfen, dass auch der ländliche Raum gehört wird, dafür zu kämpfen das der Landkreise lebenswert bleibt und zukunftsfähig und für jeden einzelnen Bürger oder jede einzelne Bürgerin im Landkreist was um die hundertzwanzig tausend sind, mich einzusätzen und insgesamt aber mich auch einzusetzten fürs Land Baden-Württemberg und auch für die Bundesrepublik Deutschland weil ich glaube wir sind gerade in schwierigen Zeiten Und die müssen wir durch, und da heißt es Ärmel hochkrempeln und anpacken.

00:03:02: Ich glaube das passt ganz gut zu meiner Grundeinstellung und für mich war das schon immer so... ich bin dankbar dass wir da leben dürfen wo wir leben, dass es uns so gut geht aber ist keine Selbstverständlichkeit.

00:03:15: Dafür müssen wir kämpfen und müssen kämpfen dass wir auch wieder wirtschaftlich in eine Gesamtsituation in handlungsfähige Richtungen kommen wo wir nicht mehr nur manche Verwaltung machen.

00:03:25: Sie sind parteilos, haben so jenseits aller Parteikränzen dieses Amt gewonnen.

00:03:31: Und aus Ihren Worten wird schon deutlich und das finde ich auch absolut richtig dass sie sich engagieren wollen.

00:03:38: Sie wollen sich engagierend für den Landkreis aber am Ende auch für die Demokratie.

00:03:42: Sie haben das glaube ich eben klar zum Auszug gebracht.

00:03:45: insofern ja vielen Dank dafür.

00:03:48: an dieser Stelle einfach mal Wir wollen noch ein bisschen mehr erfahren über Ihren Landkreis.

00:03:52: Jetzt könnte man sagen, Landrat in Baden-Württemberg ist vielleicht dann doch noch etwas Angenehmeres als vielleicht in einem Land, in dem es wirtschaftlich nicht so gut aussieht wie in Badem-Wirtenberg?

00:04:03: Wie ist denn bei Ihnen die Lage der Landkreisfreudenstadt einzuordnen von seiner wirtschaftlichen Situation und der Gesamtsituation aber auch im Vergleich zu anderen kommunalen Gebietskörperschaften in Deutschland?

00:04:19: Ja, wir sind erstmal ein wunderschöner Landkreis.

00:04:21: Wir haben eine tolle Natur.

00:04:24: Freuenstadt liegt direkt im Nordschwarzwald zwischen Stuttgart und Freiburg.

00:04:28: das heißt wir haben eine wahnsinnige tolle Tourismusregion ne Freizeitregion mit Wäldern, mit Tätern, mit Bergen wo man sich erholen kann, wo man durchatmen kann... Wir haben an der höchsten Sterne Hotspots was die Gastronomie angeht.

00:04:44: das heißt bei uns gibt es von guter Schwäbischöck Hausmannsküche, Hausfrausküche bis hin zu Sterne.

00:04:51: Küche alles!

00:04:52: Wir haben sportlich tolle Angebote und tolle Möglichkeiten.

00:04:56: aber neben all dem sind wir auch ein Wirtschaftsstandard der geprägtisch vom Mittelstand von Industrien, von sogenannten Hidden Champions Unternehmen die so drei vier fünf tausend Mitarbeiter haben und Weltmarktführer sind.

00:05:10: Das ist wie eine Bundemischung.

00:05:11: einmal Tourismus Erholung einmal aber auch ein sind natürlich ein Standort für Holz und Handwerk, das heißt ganz klar auch da sehen wir stark.

00:05:23: Und unser ländlicher Lebensraum ist natürlich aber auch von vielen Fahrtstrecken geprägt.

00:05:28: also es sind schon die größten.

00:05:30: zwei größte Städte haben um die thirty-thausend Einwohnern und daneben sind ganz viele kleinere.

00:05:36: bis hin zu einem Dorf mit siehwundert fünfzig Einwohnern gibt's sogar noch eins wo noch eine kleine ist als man sieht.

00:05:41: wir sind schon ländlich gepräght sind aber natürlich bis Stuttgart rein Zirka eine Stunde am Speckgürtel dran haben wir wiederum Teil des Landkreises direkt an der A eighty.

00:05:52: Von daher sind wir an einer der kleinsten Landkreise sind wirtschaftlich auch somit auch im kämpfen in vielen Stellen, weil wir natürlich für einen kleinen Landkreis auch Dinge bieten müssen, wo ein großer auch bieten muss und da gehört zum Beispiel auch das Krankenhaus dazu.

00:06:09: Und insgesamt, ja in Baden-Württemberg ist es wirtschaftlich sicherlich noch besser wie in anderen Bundesländern.

00:06:14: Aber wenn man aktuell sieht, wie sich der Automobilstandort verändert hat – das hat massive Auswirkungen auf Baden Württmberg!

00:06:20: Also wir stehen vor großen Einbrüchen im kompletten Automobilbranche oder befinden uns schon in den Einbrücken und das hat jetzt auch Auswirkung bis hin zu uns.

00:06:30: ganz klar

00:06:31: Eigentlich könnte man aus Ihren Wortnet nehmen, das klingt doch wunderbar.

00:06:36: Vielleicht macht es doch viel mehr Spaß dort Landrat zu sein als in anderen Regionen!

00:06:40: Wenn das Krankenhaus nicht wäre, ich formuliere das mal etwas provokant.

00:06:45: Sie haben ein kommunales Krankenhaus und dieses kommunale Krankenhaus hat wirtschaftliche Sorgen.

00:06:52: schon ihr Vorgänger hat sich damit intensiv beschäftigen müssen.

00:06:56: es gibt eine Klage des Landkreises oder es wird eine Klager vorbereitet das können sie uns gleich noch erklären gegen das Land, gegen den Bund.

00:07:04: Weil sie sagen es kann nicht sein dass wir als Landkreis, als Träger dieses Krankenhauses das objektiv auch notwendig ist wo man nicht einfach sagen kann darauf können wir verzichten dass wir die Defizite ausgleichen müssen die sich nicht erwirtschaften lassen aufgrund der unzureichenden Finanzierung der Krankenhäuser in Deutschland.

00:07:27: ich habe das mal etwas grob zusammengefasst.

00:07:30: Wie ist die Situation bei Ihnen?

00:07:33: Vielleicht erklären Sie uns auch ein bisschen, was das für ein Krankenhaus ist.

00:07:36: Was es für eine Aufgabe hat wie weit auch nächste Krankenhäuser entfernt sind damit man einen Gefühl dafür bekommt welche Bedeutung hat dieses kommunale Krankenhaus eigentlich?

00:07:46: Ja also wir haben ein Krankenhaus mit circa dreihundertdreißig Betten um die tausend Beschäftigten.

00:07:52: Wir verfügen nur über vierzehn Abteilungen.

00:07:54: wir haben alles vor Ort was wir für die regionale Notwendigkeit in Freuenstadt benötigen.

00:07:59: Natürlich insbesondere hervorzuheben, Notaufnahmen, Geburtenstationen, Kardiologie und wir übernehmen an der Stelle aber auch schon ambulanten Bedarf.

00:08:08: Da wo die ambulante Versorgung nicht mehr frühständig gewährleistet werden kann, da greift dem Endeffekt auch unser Krankenhaus ein und unterstützt das Krankenhaus.

00:08:16: Wir haben im Landkreis Freuenstatt bis Zwei-Tausendzehn zwei Krankenhäuser gehabt.

00:08:21: Wir haben zwei-tausendzeinzehn.

00:08:22: ohne Reformdruck hat mein Vorgänger bereits Lösungen gesucht für eine finanzierbare Krankenhausstruktur im Kreis.

00:08:30: Wir haben dort ein Krankenhaus geschlossen, sodass wir jetzt noch eine Klinik haben.

00:08:34: Wir sind mit dieser Klinikenkooperation mit der Universitätsklinik in Tübingen, die ja als Vorversorgerkrankenhaus da ist aber um die fünfe Sechzig-Siebzig Kilometer entfernt je nachdem wo wir uns bewegen.

00:08:46: und das haben wir beim Krankenhaus dann zwei tausend vierundzwanzig den Neubau bezogen dass es wir waren ab zwei Tausendsechzehnte Fortplanung Bauphase, allem drum und dran.

00:08:57: Aber das Landbahn Württemberg hat bestätigt, dass wir das Krankenhaus so benötigen.

00:09:00: deswegen die Neubau beim Neubauer der um die hundert Millionen gekostet hat wird auch oft in Baden-Württemberger als Vorzeigeobjekt genommen weil es natürlich ein wirtschaftlicher Bau ist.

00:09:12: Ja ein Funktionsbau, da ist nicht viel schnörkel dran.

00:09:15: Das ist wirklich das was verbraucht ist drin so wie es zu freuen statt passt.

00:09:19: und da haben wir schon einen Eigenanteil von circa zweiundvierzig Millionen übernommen.

00:09:23: all das hat der Kreis akzeptiert alles hat er mitgenommen.

00:09:26: Wir haben in der Vergangenheit insgesamt glaube ich in der Kommunalpolitik was die Krankenhäuser eingeht natürlich auch auf die Unterfinanzierung hingewiesen.

00:09:34: aber wir haben nie groß gejammert.

00:09:37: wir haben gemacht Und jetzt bewegen wir uns natürlich in die Richtung, wenn man es gerade vorher gehört hat, idyllischer Landkreis.

00:09:44: Also wenn Sie sich vorstellen, dass je nachdem wo sie bei uns wohnen eventuell eine Frühgeburt haben und Schlaganfall oder einen schweren Unfall da fahren Sie mit dem RTV, wenn Sie unser Klinikum nicht mehr haben, thirty-fünf bis vierzig Kilometer.

00:09:57: Da fahren Sie Serbentinen, da haben Sie Schnee im Winter.

00:10:00: also das ist wirklich Lebens- und Gesundheitsgefährden wenn wir dieses Krankenhaus schließen müssten.

00:10:09: Nette Gespräche, wo jemand meinte, ja dann kommt halt ein Hubschrauber.

00:10:13: Auch hier wir haben Teillagen!

00:10:14: Wir haben Nebel... Also es ist alles nicht so einfach zu regeln wenn Krankenhaus nicht mehr da wäre und man kann auch in diesem Fall nichts sagen, da fliegen wir zwei Stunden später.

00:10:25: also man sieht dieses Krankenhaushalten zentraler Notwendigkeit bei uns und wir haben eigentlich In den letzten Jahren alles dafür getan, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

00:10:35: Wir haben wie gesagt eine Klinik geschlossen und wir haben einen MVZ geschlossen.

00:10:38: Wir kooperieren mit Tübingen!

00:10:40: Wir haben in der Notfallversorgung die Notfallstufe II erkämpft.

00:10:46: das wird da einfach auch... Das zeigt auch die Notwendigkeit aber auch die Finanzierung verbessert haben.

00:10:51: also wir haben hier so viel getan und ja es steht hier halt einfach jetzt ganz viel auf dem Spiel wenn wir die GKV Reform sehen.

00:11:01: Mich begleitet einfach das Thema Krankenhausfinanzierung seit zwei Sechzehn, als ich Stabstellenleiter war.

00:11:07: Aber wenn ich heute drüber nachdenke, geht es mit der Krankenhaus-Finanzierung... Ich stehe mir der Krankenhausfinanzierungen auf!

00:11:15: Ich gehe mit der Finanzierung ins Bett.

00:11:16: Es fühlt sich so ein bisschen an wie das Wetter?

00:11:18: Wir konnten sie fast bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft anfangen.

00:11:22: Wäre eine Option!

00:11:24: Ja, also tatsächlich.

00:11:26: Man steht morgens auf.

00:11:27: Zuerst ist es Krankenhausfinanzierung und man geht abends spät ins Bett.

00:11:30: Da haben wir das Nachtverhandlungen noch zu dem Thema.

00:11:32: Es ist Wieswetter!

00:11:34: Wie hoch ist denn das Defizit aktuell oder wie hat sich das Defizin entwickelt?

00:11:38: Es ist ja wirklich eindrucksvoll, was Sie als Landkreis in den letzten Jahren alles geleistet haben.

00:11:44: Sie haben es beschrieben, sie haben aus zwei Krankenhäusern einen Standort gemacht und einen Neubau geschaffen.

00:11:50: Viel Geld investiert über vierzig Millionen haben Sie gesagt wo Sie versucht haben natürlich mit diesem Neubaus so effizient wie möglich zu sein, eben in diesem Neubau die Prozesse bestmöglich zu organisieren mit Personal sparenden Möglichkeiten dann letztlich auch umgehen zu können.

00:12:10: Und trotzdem kommen Sie uns mal so zu formulieren nicht über die Runden.

00:12:14: das ist ja eigentlich verrückt.

00:12:15: Wie hat sich denn Ihr Defizit entwickelt?

00:12:18: Können sie uns das mal beschreiben?

00:12:20: Ich kann mich noch an der Kreisdachssitzung im Jahr zwei Tausendsechzehn erinnern.

00:12:23: Das war eine meiner ersten Sitzungen als Stabstellenlader damals.

00:12:27: und dafür der Satz, wir haben jetzt fünf Millionen Defizit überschritten.

00:12:31: Wir können jetzt dann nicht mal mehr draufpacken.

00:12:35: Da muss jetzt eine Lösung hin.

00:12:36: Spätestens bei sieben Millionen haben wir ein Problem.

00:12:41: Seit Jahrzehntausendundzwanzig gehen die Defizite kontinuierlich hoch und seit Jahrzeihntausendsvierundzwannsich explodieren zu.

00:12:48: Also wir haben zweitausendund zwanzig einen Defiziten gehabt im Ergebnis von neun Millionen Und sind jetzt hoch, in den Jahr- und Jahrzehnte-Jährigen.

00:13:01: Es ist eine extreme Steigerung, die sich dahinter verbirgt?

00:13:05: Wir haben natürlich unsere Hausaufgaben gemacht, dann kam der Rechnungsaufschlag dazu aber wir haben unsere Prozesse optimiert.

00:13:12: Wir haben geschaut wo es in unsere Kostenträger sind.

00:13:14: Wo es große Kostetreiber im Krankenhaus sind.

00:13:17: Alle Punkte, die wir irgendwo konnten drehen wir rum ... auf das Jahr-Zweitexen-Sixundzwanzig hin, ... ... haben wir es geschafft, dass wir auf sechszehn Millionen runter kamen.

00:13:28: Und jetzt muss man sich das vorstellen.

00:13:29: Alle Mitarbeiter ziehen mit!

00:13:30: Alle Mitarbeiter arbeiten mit und alle Mitarbeiter versuchen ihr Krankenhaus zu halten... ... und wir kämpfen jahrelang für eine Million, für einen halben Millionen klingt ja gut.

00:13:41: Aber wenn wir jetzt eine gerefformt sehen, haut das noch mal oben drauf.

00:13:45: Da kommen wir jetzt gleich dazu.

00:13:46: Also Sie haben das ja richtig beschrieben.

00:13:48: Das hören wir auch von vielen Krankenhausträgern, die sagen,... Wir haben wirklich alles versucht in den letzten Jahren, um unseren Beitrag zu leisten.

00:13:57: Um mit dieser schwierigen Situation irgendwie zurechtzukommen.

00:14:03: Wir sind auch ein Stückchen weitergekommen – manche sagen das zumindest – wir sind immer noch in den roten Zahlen und jetzt kommt das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz.

00:14:14: Wir sprechen vom Gesundheitskürzungsgesetz an dieser Stelle Plakativ gesagt, die Verluste werden sich voraussichtlich schlicht verdoppeln und wir sehen keine Möglichkeit mehr dagegen noch weiter anzuarbeiten um diese Verluster in den Griff zu bekommen.

00:14:34: Ist das die Prognose, die Ihnen Ihre Geschäftsführung, Ihre kaufmännischen Leitungen aus dem Krankenhaus auch so berichten?

00:14:45: Sie haben mir als erstes unsere Kursenschere vorgelegt.

00:14:49: Wir haben eine Kostenschere zwischen Aufwand und Landesbasisfallwert lagen in Differenz von drei Prozent, zwei Prozent zwanzig.

00:14:57: Wir liegen aktuell zwischendurch lang über elf Prozent Kostenschere dazwischen, jetzt liegen wir bei neun Prozent vier Prozent.

00:15:04: Das

00:15:04: heißt ich will es dem Zuhörer nochmal erklären Sie müssen eigentlich Geld mitbringen um die Patientenversorgung aufrechterhalten zu können.

00:15:11: Genau, wir haben in der Nähe von uns eine Klinik, die ihre Notaufnahme geschlossen hat.

00:15:16: Dadurch bekommen wir mehr Patienten die Notaufnahmen und mit jedem Patienten – also vereinfacht gesagt – mit jedem Patienten mehr Defizit.

00:15:24: Und wenn wir jetzt die GKV-Reform anschauen?

00:15:27: Wir haben das Thema bei uns andiskutiert und natürlich rechnen die Fachleute Szenarien durch.

00:15:36: aber eins ist ja schon mal heute klar ob da ein DefizIT es wird deutlich steigen.

00:15:41: und bei deutlich reden wir nicht von fünf oder zehn Prozent, sondern bei deutlich reden wir stehen in der Zahl im Raum je nach Fachpersonen.

00:15:49: Fünfzig, siebzig, achtzig, manche prognostizieren hundert Prozent aber ich glaube an der Stelle ob das fünftig, siebszig, achtzig oder hundert sind, dass ist zweitrangig weil jede dieser Größenordnungen schlicht nur greifen nicht mehr tragbar und ich habe in letzter Zeit ja unsere Existenz bedroht wird als Krankenhauser nicht nur unsere viele Gespräche mit Bundestagsabgeordneten.

00:16:13: Und in diesen Gesprächen habe ich immer wieder den Satz gehört, kein Gesetz wird so verabschiedet wie es eingebracht wird.

00:16:22: und wir haben immer darauf hingewiesen und gesagt ja aber zehn Prozent runter hilft uns da nichts.

00:16:27: Wir haben keinen PKW mit einem kleinen Lack-Schaden.

00:16:30: Wir haben ein Fahrzeug was auf die Hebebühne muss wo der Motor ran muss.

00:16:34: Wir sehen dem Bedarf der Reform ganz klar.

00:16:38: Die Zahlen, die machen mir natürlich Sorgen.

00:16:40: Aber viel größere Sorgen macht man das Signal.

00:16:42: Das Signal zu glauben bei Krankenhäusern vor Ort könnte man noch sparen da können wir noch was abschöpfen bis hin zu dem Gedanken irgendjemand wird es ja schon dann abfedern

00:16:56: Könnte man ja vermuten, sie kommen aus Baden-Württemberg.

00:16:58: Irgendwie haben Sie doch guten Kontakt zu der Gesundheitsministerin Warken.

00:17:03: Die kommt hier auch aus Badem-Wirtenberg – die ist Generalsekretärin soweit ich weiß.

00:17:07: Der baden-württmärkischen CDU oder war es zumindest.

00:17:12: Warum findet man da keinen Anknüpfungspunkt um?

00:17:16: ganz konkret, authentisch real die Lage zu schildern und dann die Frage auch beantwortet zu bekommen.

00:17:23: Wie sollen wir das denn leisten?

00:17:25: Denn was Sie beschreiben aus der Bundespolitik hören wir ja auch auf der einen Seite sagt man Ja das Gesetz wird noch irgendwie angepasst.

00:17:33: Auf der anderen Seite sagen alle aber es geht gar nicht anders.

00:17:37: Wir hören dann zum Beispiel Begriffe wie Das ist alternativlos.

00:17:41: Ich finde das relativ einfallslos, wenn man uns mit solchen Floskeln versucht abzuspeisen – denn wir wissen der Bund zahlt nicht genügend für die Versicherungsfremdenleistung.

00:17:51: Wir reden hier über mehrere Milliarden Euro, die eigentlich fehlen und die Probleme lösen könnten.

00:17:59: will das ganz deutlich zum Auszubringen, jetzt auf dem Rücken beispielsweise von Ihnen Ihrem Krankenhaus ihren Beschäftigten ausgetragen würden.

00:18:07: Hätten wir nicht diese großen Defizite in der GKV die zu einem großen Teil durch die Bundesregierung ja selbst verursacht werden müsste man diese Sparmaßnahmen jetzt nicht auf dem rücken der Menschen in den Regionen austragen.

00:18:22: Das ist wirklich die klare Situation.

00:18:25: Haben Sie Kontakt zur Ministerin?

00:18:27: Trinken sie da irgendwie durch?

00:18:29: als Kollege aus Baden-Württemberg.

00:18:32: Ja, also wir sehen im Austausch mit der Bundesgesundheitsministerin ich glaube tatsächlich in den letzten Monaten mehrfach und jetzt auch die Tage nochmal... Ich möchte zunächst ausdrücklich anerkennen dass die Bundesgesündheitsministerinnen schon erkannte das wir Reform brauchen und dass ihr das sehr akribisch dran ist und wirklich die Ärmel hochkrempelt.

00:18:54: Ich bin ja auch mit ihr völlig, denke ich einig, dass die Reform nicht einfach ist.

00:18:58: Ganz klar!

00:18:58: Und das die Reform vielleicht schon hätte viel früher stattfinden müssen.

00:19:02: Dass sie jetzt handelnden Personen etwas ausbaden müssen und was einfach schon hätte früher reagiert werden müssen... Die Entwicklung war anhand der Zahlen stückweit sichtbar.

00:19:13: Spälchensab-Sap- Twenty-Einundzwanzig.

00:19:16: Ich glaube, das Problem, was wir hier in dieser Stelle schon haben, ist, wir haben die Bundesregierung Wir haben die Bundesgesundheitsministerin aber auch die Bundesländer.

00:19:27: Ich glaube, auch die Landesländer an der Stelle vertreten oft ihre eigenen Interessen, weil es ja grundsätzlich ihre Aufgabe ist, so wie es meine Aufgabe ist den Landkreis Freundschaft zu vertretern.

00:19:36: und natürlich schauen die Nacht der Gesundheitsversorgung in Deutschland erst mal in den Bundesländern und ich glaube das ist bei dieser Reform jetzt ein ganz wichtiger Punkt.

00:19:44: Der wichtige Punkt dass wir alle, die wir in der Politik tätig sind von der Kommunalpolitik, über die Landespolitik bis hin zur Bundespolitik.

00:19:53: Haben wir uns alle verpflichtet... ...der Bundesrepublik Deutschland zu dienen und ihr gutes zu tun?

00:19:59: Und jetzt ist einfach der Moment wo wir individuelle Interessen... ...einfach hinten runterfallen lassen müssen sagen, wir müssen das große Ganze sehen!

00:20:07: Wir müssen das Große sehen, müssen schauen.... Wer hat wo welche Aufgaben erfüllt, wer muss sie noch erfüllen?

00:20:13: Und dann muss ich natürlich als Bundesland meines Erachtens auch mal die Hand heben.

00:20:16: Wenn ich weiß es heißt vielleicht bei mir Krankenhausschließungen aber es gibt immer noch Bereiche da kann ich vom Ausgang eines Krankenhauses den Eingang des nächsten Krankenhause sehen und Ich bin gerne auch bereit meine individuelle Interessen zurückzustecken.

00:20:30: wenn man mir erklärt dass medizinisch eine Abteilung nicht notwendig wäre okay Dann gehe ich gerne in Austausch.

00:20:37: Aber bei thirty-fünf bis vierzig Kilometer bis zum nächsten Klinikum brauchen wir eine auskömmliche Finanzierung für den Rest.

00:20:43: Und ich glaube, das ist gerade die große Herausforderung, dass da Bund und Länder sich finden müssen.

00:20:48: Was wir im Austausch natürlich haben... Wir weisen schon sehr stark darauf hin.

00:20:55: Sie haben gerade gesagt, ja, wir müssen halt sparen!

00:20:57: Das ist alternativlos.

00:20:58: Ja, wir mussten sparen aber wir haben im Grundgesetz auch eine gewisse Wertigkeit.

00:21:05: Zwei große Themen gegeneinander aufwiegen möchte, Klimaschutz und Gesundheitswesen.

00:21:10: Das ist Gesundheitswesend, da geht es um Leib und Leben.

00:21:13: das hat eine Priorität.

00:21:15: der Normpyramide steht es einfach nur ein Ticken höher und deswegen geht es einfach voran.

00:21:19: heißt nicht dass wir den Naturschutz deswegen nicht machen.

00:21:21: aber so müssen wir doch abwägen müssen schauen auch nicht nur im Ressort sparen sondern im Resser begreifen zu gucken wo kriegen wir das hin?

00:21:29: ... ein Projektplan aufzustellen, Prioritätenplan aufzustellen und sagen... ... diese Big Points müssen wir angehen.

00:21:35: Und da muss die GKV ganz weit oben

00:21:37: stehen.".

00:21:38: Man muss ja auch sagen – ich weiß nicht wie es ist, dass bei Ihnen konkret auswirken wird aber….

00:21:43: …die Krankenhäuser befinden sich jetzt gerade am Vorabend einer großen Transformation!

00:21:50: eigentliche Strukturreform, die ja nichts mit diesem Kürzungsgesetz jetzt zu tun hat.

00:21:55: Ist ja beschlossen worden.

00:21:57: das Krankenhausstruktur-Reformgesetz wird kommen.

00:22:02: Das Land Nordrhein-Westfalen ist da schon ein Stück vorangegangen.

00:22:05: andere Länder werden folgen.

00:22:07: bei ihnen in der Region scheint ja schon einiges passiert zu sein.

00:22:10: sie haben gesagt wir haben aus zwei einen Standort gemacht und ähnliches kommt nochmal auf ihre Situation als Kommune zurück wenn Dieses Haus, was ja jetzt von Ihnen als Träger geführt wird heute freigemeinnützig wäre.

00:22:27: Ein kirchlicher Trägar würde dieses Haus führen.

00:22:30: Müssten Sie davon ausgehen dass dieser Träga längst wahrscheinlich schon an dem Punkt ist wo er sagt wir können so nicht weitermachen?

00:22:39: Dieses Haus fällt zurück an die Kommune.

00:22:43: Das ist die sogenannte Sicherstellung, die dann dazu leisten.

00:22:46: ist auch das noch zur Erklärung.

00:22:49: Wenn festgestellt wird in einer Region gibt es die Notwendigkeit für ein Krankenhaus und es findet sich kein privater oder frei gemeinnütziger kirchlicher Träger Dann ist es gesetzlich die Aufgabe der Kommune des Landkreises einen Krankenhaus zu betreiben.

00:23:05: jetzt ist das bei ihnen schon die Situation.

00:23:08: was bedeuten denn?

00:23:11: Neunzehn oder zwanzig Millionen Euro Defizit für ihren kommunalen Haushalt.

00:23:16: Worauf müssen die Bürger an anderer Stelle konkret verzichten?

00:23:20: Denn sie können ja wahrscheinlich A, kein Geld drucken und B haben Sie wahrscheinlich auch nicht so viele Überschüsse, dass sie sagen So what!

00:23:27: Dann kann ich eben nicht so viel Geld auf die Seite legen Ich nutze es fürs Krankenhaus, sondern sie müssen Prioritäten setzen.

00:23:32: Sie müssen ja wahrscheinlich abwägen und bestimmte Dinge, die Ihnen ja auch sozusagen als Landrat, als Kommune ins Stammbuch geschrieben werden können sie da nicht realisieren.

00:23:44: Da haben Sie da Beispiele damit man mal erkennen kann was der Defizitausgleich für das Krankenhaus für die Bürger an anderer Stelle bedeutet.

00:23:55: Jeden Euro den wir nutzen um eine Finanzierungslüge im Krankenhaus zu stopfen fällt woanders?

00:24:01: Also wenn wir jetzt ganz konkret, weil wir jetzt morgen einen Anruf kriegen würden von der Bundesgesundheitsministerin die sagt ich übernehme euer Defizit könnten wir im Endeffekt relativ schnell unsere Kreisumlage absenken.

00:24:13: reden wir von fünf sechs sieben Prozentpunkte.

00:24:16: Das würde dazu führen dass wir bei uns Maßnahmen die anstehen Schulbau zum Beispiel Sanierungen durchführen könnten.

00:24:26: Das führt aber auch dazu, dass die Städte im Gemeinden wieder mehr Spielraum haben.

00:24:29: Weil wir sind ja im Gesamten unterwegs.

00:24:31: Es heißt wenn uns Geld fehlt geht die Kreisumlage hoch und wir holen uns dann bei den Städten und Gemeinden Und das sind schon Maßnahmen.

00:24:37: da sind Investitionsstaus Aber natürlich auch laufende Kosten wo wir keine großen Projekte mehr machen können Wo wir gerade stagnieren.

00:24:46: Wir machen keine Zukunftsentwicklung weil wir uns das aktuell nicht leisten können Sondern wir stopfen jetzt unsere Löcher und konkret bei uns kommen natürlich zur Krankenhausfinanzierung.

00:24:57: Nächste Thema, was vom Bund noch dazu kommt ist die Soziallasten einfach nochmal eine Größe da zu kriegen.

00:25:02: Da fehlen uns zwölf Millionen mehr von fünf für zwanzig auf sechsundzwanzig.

00:25:07: Das heißt es sind in das Summe ja nicht nur die zwanzigt, neun sind zwanzich Millionen, sondern es sind dreißig Millionen Euro.

00:25:13: und wir haben bei uns jetzt zum Beispiel, weil das Geld fehlt, weil wir es da rein investieren, mussten wie jetzt

00:25:19: z.B.,

00:25:20: die Schülerbeförderungskosten Faktischer Höhen.

00:25:24: Wir haben Zuschüsse gestrichen und wir hatten in der letzten Kreistagssitzung Eltern mit Plakaten, die uns ja erklärt haben dass es bei ihnen an den Gelbeutel geht.

00:25:36: also wenn wir überlegen da hat jetzt ein Familienvater mit vier Kinder bezahlt jetzt halt im Jahr Runde zweitausend Euro mehr.

00:25:44: Haben Sie die Sorge Herr Jung das diese Situation, wie Sie sie beschreiben.

00:25:49: Dass im Prinzip die Kommune für wichtige Aufgaben keine finanziellen Spielräume mehr hat, dass das auch zu Protesten führt und dazu führt, dass die Bürgerinnen und Bürger den Eindruck haben der Staat an dieser Stelle, der Landkreis als Repräsentant des Staates erledigt seine eigentlichen Aufgaben nicht mehr, wirklich einen großen Auftrieb für Populisten bringen könnte, dass das eine Situation ist wo man sagt wir müssen uns an dieser Stelle auch Sorgen um unsere Demokratie machen wenn wir uns so blank machen müssen und dann am Ende die eigentlich originären Aufgaben Sanierung von Schulen Schülerbeförderung ähnliches nicht mehr adäquat leisten können.

00:26:38: Ist das Demokratie gefährdend oder ist es zu weitgehend?

00:26:42: Absolut.

00:26:43: Also ich sage, das ist absolut Demokratiegefährdend!

00:26:45: Wenn wir jetzt sehen... Wir haben jetzt einstriche Schlöbeförderung, da kommen ein paar Plakate, wie erklären Sie es?

00:26:51: Das wird noch akzeptiert und getragen.

00:26:55: Aber wenn wir jetzt bei uns zum Beispiel die Situation hätten, dass wir tatsächlich eine Krankenauschließung hätten, wenn sie mit ihrer Krankenversicherungskarte dann dastehen und keinen Ort mehr haben, wo sie geöffnet kriegen, dann bringt Ihnen die Karte nichts mehr.

00:27:07: Ich glaube, das is schon was.

00:27:09: Da treffen wir die Menschen ja nicht im Nice to Help, nicht in der Komfortzone.

00:27:14: Sondern wie treffen sie da wo es richtig weh tut?

00:27:16: und das wird sich ganz klar aufs Wahlverhalten auswirken.

00:27:18: weil eines haben im Grundgesetz auch eine Verpflichtung eine gleichwertige Lebenssituation im städtischen wie im ländlichen Raum.

00:27:28: Das unterscheidet auch Deutschland von ganz vielen anderen Ländern.

00:27:31: Meines Erachtens ist auch ein Grund, wieso wir die Corona-Pandemie gut durchgekämpft gebracht haben und genau dieses treten wir gerade mit Füßen.

00:27:38: Wenn ich dann wirklich sagen muss okay im ländlichen Raum habe ich keinen Krankenhaus mehr, ich brauche fünfzig, sechszig, siebzig Kilometer für eine Klinik weil eins ist klar.

00:27:47: also wenn es unsere Kliniker wischt erwischt sie im Umkreis nochmal drei vier Kliniken mit.

00:27:52: Also wir kriegen einen Radius in der Riesen groß wird.

00:27:54: Und die Krankenhäuser, wo wir dann hingehen und auch die Ärzte, da kriegen wir keinen Termin mehr weil sie überfüllt sind.

00:28:01: Also das ist schon extrem demokratiegefährdend, gesundheitsgefährdet und das Ganze dann auch noch in einer Zeit wo wir uns ein Stück weit drauf vorbereiten.

00:28:11: Schön sagen wir machen uns verteidigungsfähig, auch da benötigen wir Krankenhäusern.

00:28:16: Es ist schon insgesamt kontraproduktiv zu sehen, wie unterschiedlich argumentiert wird.

00:28:21: Weil das was wir jetzt gerade in Frage stellen unsere Krankenhäuser die wir infrage stellen und wir stellen sie infrage weil wenn man bei der Finanzierungslücke dann eine GKV Erhöhung drauf machen dann werden wir wirklich existenzgefährten sein Dann stellen wir wirklich vieles in Frage über, dass sie ja jahrzehntig gekämpft haben.

00:28:43: Was wir uns aufgebaut haben und ob das die richtige Stelle ist dran zu sparen?

00:28:48: Das zweifelt nicht nur ich dann an sondern ich glaube, das zweifen viele Bürgerinnen und Bürger an und es wird sich im Wahlverhalten leider auch zeigen.

00:28:55: Sie beschreiben ja im Prinzip das was viele so empfinden nämlich, dass wir uns gerade in einer Spirale nach unten befinden jetzt nicht nur bezogen auf Krankenhäuser sondern Gesundheitsversorgung.

00:29:07: Heute Morgen hat die Ministerin oder gestern ihre Pläne für die Pflegeversicherung vorgestellt.

00:29:14: Kurzfristig alles verständlich, dass man sagt wir müssen hier irgendwie jetzt Einsparungen vornehmen damit Defizite, die sich entwickeln nicht noch größer werden.

00:29:23: aber man hat den Eindruck es fehlt an der Idee wie man eigentlich mittel- und langfristig mit der Problemlage umgehen kann und will.

00:29:33: wenn man's mal auf den Punkt bringt hätten dieses Problem im Wirtschaftswachstum in Deutschland.

00:29:40: Wir haben ja ein Wirtschaftswachtsturm seit dem Jahr, zwei Tausend zwanzig-einundzwanzig was deutlich hinter dem europäischen Durchschnitt zurückbleibt und wir haben uns das mal als DKG angeschaut hätten wie ein Wirtschaftswachstum wie im Durchschnitte der Europäischen Staaten hätte die GKV heute beispielsweise fünfzig Milliarden Euro mehr zur Verfügung?

00:29:59: Wir würden gar nicht über Problemlagen reden, die jetzt diese Spirale nach unten stückweit bedeuten.

00:30:07: Uns macht das Sorge, dass man wie gesagt gar keine Vision entwickelt.

00:30:12: Wie man es eigentlich hinkriegt die Wirtschaft wieder in Schwung zu bekommen.

00:30:16: und ich glaube die Frage ob wir jetzt ein Prozent mehr oder weniger Sozialversicherungsbeiträge haben, die wird am Ende nicht entscheidend sein.

00:30:25: Wenn wir mit Wirtschaftsvertretern sprechen, sagen wir uns aus allen Branchen eigentlich das Gleiche wie wir brauchen eine Deregulierung und wir brauchen Endbürokratisierung damit wieder mehr Gestaltungsspielräume bekommen, damit wir wieder unternehmerisch tätig sein können und nicht nur Erfüllungshilfe von irgendwelchen Regeln und Regulierungen.

00:30:46: vermissen Sie diese Vision einer Wirtschaftspolitik oder eine Zukunftspolitiker aktuell auch?

00:30:53: Oder würden Sie sagen, da ist schon was am Himmel zu erkennen.

00:30:57: Am Horizont.

00:30:59: Da ist schon etwas im Himmel zum Erkennen.

00:31:00: Also das ist ganz klar in allen Gesprächen die wir führen... Das oberste Ziel aktuell ist natürlich dass die Wirtschaft wieder angekobelt wird auf Kreisebene natürlich aber auch auf Landes- und Bundesebene in jedem Gespräch.

00:31:11: also dieses Bewusstsein ist definitiv da.

00:31:14: ich glaube das Ankobeln ist gar nicht so einfach.

00:31:18: Deswegen kann man eigentlich nur das einen tun, dass andere nicht lassen.

00:31:21: Natürlich zu überlegen wo können wir auf der Wirtschaft die Wirtschaft hinhören und sagen okay wo können weh rangehen?

00:31:26: Entbürokratisierung und Deregulierung?

00:31:28: natürlich ist gleich ein Stück weit aber auch die Frage Energiepreise die sich für die Produktionsstandorte auswirken und vieles mehr.

00:31:37: Problem ist dann überall einfach zu sagen wir hauen Zuschüsse rein.

00:31:40: das wird nicht funktionieren weil wieder das Geld fehlt.

00:31:43: ich glaube genau deshalb müssen eine Aufgabenkritik, eine inhaltliche Kritik machen.

00:31:48: Dass wir aber die Krankenhäuser machen müssten zu sagen okay wie können wir sparen im Gesundheitssystem?

00:31:54: Wo sind die Kostentreiber?

00:31:56: Wo können wir bei den Krankenhäusern nochmal sparen?

00:31:58: sprich effizienten Patientensteuerungen zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

00:32:02: die Frage Abbau von doppelten Facharztschienen ambulanten stationär auch ne neue Justierung der Aufgabenverteilung.

00:32:10: braucht es überall Ein Arzt, der noch mal drauf schaut bei einer Erkältung oder kann es jemand anders machen?

00:32:17: Ich glaube da gibt's ganz viele Dinge und das geht der Wirtschaft genauso.

00:32:20: Aber sehen Sie – ich frage mal nach – sehen Sie dass wir uns beispielsweise jetzt im Gesundheitsbereich, sie haben ja viele richtige Dinge angesprochen die in die Zukunft gerichtet notwendig wären, sehen Sie, dass wir hierhin bewegen oder sind das Forderungen, die wir alle schon seit mehreren Jahrzehnten im Prinzip erheben?

00:32:39: Da bewegen wir uns tatsächlich nicht hin.

00:32:40: Das ist tatsächlich eine Forderung, die noch steht.

00:32:42: Ich glaube, wir Deutsche sind von der Art her ... Ja wie haben?

00:32:46: Wir sind Perfektionisten!

00:32:48: Leider aber auch bei der Gesetzgebung oder auch bei den Regulierungen.

00:32:51: Und ich glaub', wir sehen da dann noch was drauf und dort noch etwas drauf... Für mich ist immer wenn man so einen Schwenk machen in die Vergangenheit, wenn man die ganz romantische Zeit der Schwarzwald-Klinik denkt Das ist ja nicht vergleichbar mit dem was wir heute...

00:33:05: Da gab es auch noch eine andere Krankenhausfinanzierung.

00:33:08: Definitiv, also definitiv!

00:33:10: Da war alles noch in Ordnung und wenn man sieht da war alles heile Welt gefühlt.

00:33:16: Man hat keine gewisse Quoten gehabt oder Personalbesetzungen gehabt, man sagt so, unsere Erze brauchte vor Ort.

00:33:22: Das müsste so machen!

00:33:24: Ich glaube tatsächlich diese ganzen Regulierungen die wir haben kommen einfach auf der Fläche nicht hin weil es einen Unterschied macht ob ich im Ballungszentrum in Düsseldorf in der Ecke was mache?

00:33:36: Oder ob ich das auf dem ländlichen Raum mach?

00:33:38: Was brauche ich vor Ort?

00:33:39: wie kann ich's lösen?

00:33:40: und deswegen ist für mich ein ganz großer Punkt.

00:33:42: Ich glaub dass wir eine Reform in den Bereich nehmen gute Reform auf Landesebene machen müssen, als wir fühlen uns aktuell wie im Sorgerechtstreit zwischen Bund und Land.

00:33:54: Bund sagt so müsste es machen.

00:33:56: Land macht die Planung dann geht's dem Bund und der Bund gibt die Finanzierung nicht für die Planungen.

00:34:01: Ich bin der Meinung man müsste das wirklich auf Landes-Ebenen und dann genauer anschauen.

00:34:05: Bin ja völlig offen!

00:34:07: Man könnte auch zum Ergebnis kommen dass die Krankenhäuser, die wir jetzt als Wirtschaftsbetriebe führen.

00:34:13: Die aber so nicht wirtschaftlich führbar sind auch als Daseinsvorsorge wieder eintattet.

00:34:17: man könnte auf die Idee kommen Wir nehmen eine Modell wie in Österreich das sind die Kranken Häuser bei einer Landeskrankenhausgesellschaft dabei.

00:34:25: also es gäbe da schon Themen die man angehen müsste.

00:34:28: Aber das sind natürlich komplexe Themen die verschiedene Rechtsgebiete betreffen die nicht ganz so einfach sind und mehr Arbeit meines Erachtens aktuell durchdenken müssen, weil wir ein bisschen lag an das Auto hin.

00:34:40: Hilf nicht!

00:34:40: Jetzt ist Baden-Württemberg, das Land aus dem Sieherkommen schon ein Stück weit vorbildlich im Vergleich zu dem Rest der Republik.

00:34:51: Vorbildlich in dem Sinne dass sie relativ wenige Betten pro hunderttausend Einwohner haben.

00:34:58: da es in den letzten Jahren schon viel passiert hat die Landesregierung glaube ich schon auch einiges geleistet an dieser Stelle auch ohne Krankenhausreform und aus dem Land, wir hören das auch von der Landeskragenausgesellschaft wird beklagt.

00:35:13: Wir erleben aber gar nicht dass das System, das Finanzierungssystem uns als Standorte dann ein Stück weit... belohnt im Sinne, dass wir dann für die Häuser, die dann noch da sind eine Finanzierung bekommen wo man sagt okay das sind jetzt wirklich die bedarfsnotwendigen Standorte.

00:35:32: Jetzt mag's Ihnen werden würden wir auch noch den einen oder anderen Standort geben über den man sprechen wird aber es ist schon mehr an Wegstrecke zurückgelegt worden.

00:35:41: Es zahlt sich aber nicht aus.

00:35:43: Ist das auch etwas wo man sagen müsste Da müssten Anreize gesetzt werden für die Länder zu sagen, okay.

00:35:50: Seht zu dass ihr auf das Niveau kommt an Standorten, an stationären Versorgungsangeboten was wirklich erforderlich ist um die Versorgung leisten zu können ein Stück weit Vorhaltungen zu reduzieren, die vielleicht über das notwendige Maß hinausgehen.

00:36:07: und dafür bekommen dann die Häuser und die Standorte die weiterhin am Netz sind ein stückweit auch eine bessere Finanzierung mit der sie auskömmlich zu Recht kommen können.

00:36:17: Ist das ein Weg, den Sie sich vorstellen könnten?

00:36:20: Absolut!

00:36:21: Das war das was ich auch gemeint habe mit.

00:36:23: die Bundesländer müssen ihre Individualinteressen zurückstellen.

00:36:26: Ich glaube genau das wäre der Punkt.

00:36:27: wenn wir objektiv betriebswirtschaftlich mal die Firma Bundesrepublik Deutschland nehmen in der Abteilung Gesundheit würden wir bei einer Firma hergehen würde sagen okay die Abteilungen macht es gut also die und die Abteilung muss noch nachlegen Und wir aber im Politischen müssen Mehrheiten finden und da wird es schwierig werden, dass die zustimmen, die es dann mehr betrifft.

00:36:50: Aber das wäre der völlig richtige Ansatz zu sagen okay, die Bundesländer haben ihre Aufgaben gemacht.

00:36:56: Da geht was deswegen auch meines Erachtens pro Einwohner-Topf auf Landesebene, dass jedes Land seine Mittel selber verwalten kann für die Kliniken.

00:37:05: Dann haben wir den wirtschaftlichen Aspekt, das zu sagen okay, wir müssen mit dem Geld haushalten und wenn sich das Land dann mehr Klinien leise wie benötigt, dann haben sie halt einen höheren Eigenfinanzierungsanteil.

00:37:16: so wäre das für mich schon ein absolut wichtiger Ansatz weil sonst kommen wir aus der Nummer ja nicht raus.

00:37:21: Sonst schaffen wir die Situation wie jetzt?

00:37:23: Wir machen eine Rasenmäherreform Einsparungsgesetz.

00:37:28: Und bei der RASME Reform wird später gesagt, wenn die Klinik im ländlichen Raum geschlossen werden das Problem sein der Krankenhausvorhaltung dann wird die Diskussion mit dem Land aufgehen.

00:37:39: wir können da nicht schließen wir müssen was machen und dann diskutieren wir dass wieder ein anderer Stelle aber nicht da wo wir noch lösen können.

00:37:46: von daher wir müssten nicht nur beim Krankenhausreformen bei vielen Reformen wirklich sagen okay wir gehen da wirtschaftlich darüber, betriebswirtschaftlich drüber.

00:37:56: Aber wie gesagt da muss jeder der einen Mandat hat auch für sich selber sich bewusst sein Wir stehen jetzt schon an einer ganz wichtigen Stelle bei der Reform, bei der Demokratie.

00:38:04: Wenn wir es jetzt richtig machen dann können wir uns denke ich in einigen Jahren auf die Schulern klopfen entspannter sein.

00:38:12: Wir können aber natürlich auch im Prinzip Hoffnung rangehen und sagen irgendwoher wird die Wirtschaft schon wieder kommen.

00:38:18: Da bin ich aber nicht der Mensch dafür, weil ich der Meinung bin es gibt einen Grund wie so einer strukturellen Krise sein und die müssen wir einfach angehen genau.

00:38:27: Ich komme nochmal auf Ihre konkrete Situation vor Ort zurück.

00:38:30: Sie haben das ja beschrieben dass auch ihre Notaufnahme aktuell größeren Zulauf hat weil an anderer Stelle Versorgungsangebote nicht mehr vorhanden sind in der Vergangenheit noch verfügbar waren.

00:38:43: Und Sie haben auch schon angedeutet, dass Ihr Krankenhaus auch in Teilen ambulante Versorgungsangebote übernimmt die so im ambulanten Bereich bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten nicht mehr vorhanden sind.

00:38:55: Wie ist denn so die Lage in der ambulanten Versorgung bei Ihnen?

00:39:00: Kann man davon sprechen das die hausärztliche Versorgungen noch ganz gut gewährleistet ist, dass es vielleicht eher Lücken im Bereich der Fachärzte gibt.

00:39:10: Wie ist die ambulante Notfallversorgung bei Ihnen geregelt?

00:39:13: Wenn Sie uns dann nochmal so einen kleinen Einblick geben können damit wir auch einordnen können was das Krankenhaus möglicherweise an dieser Stelle leistet was ja eigentlich nicht zunächst mal in seiner originären Aufgaben sind

00:39:25: Also wieder Hausarbeitsversorgungen sind wir noch relativ gut aufgestellt, insgesamt im Kreis.

00:39:30: Da gibt es auch ein bisschen unterschiedliche Situationen aber das sind wirklich gut versorgt.

00:39:34: Tatsächlich geht's in Fachärzte und da wird es schwieriger zum Beispiel Kinderärzte.

00:39:40: Und das ist ja auch ein Beispiel wo wir dann wenn wir sie über einen Kinderarzt immer abgefährdet kriegen und übers Krankenhaus abfedern.

00:39:46: In einem Notfallambuladen-Notfallversorgung ist bei uns tatsächlich überschaubar.

00:39:51: nicht ausreichend ausgestattet, also wir haben schon in der Notfallversorgung insbesondere im Wochenende viele, viele Fälle die wir wahrscheinlich ambulant behandeln können wenn die ambulante Versorgung da wäre.

00:40:03: Aber die fällt im Endeffekt auch und somit sind wir da.

00:40:05: ein wichtiger Auffangsschritt für die die entweder beim Facharzt dann auch keinen Termin kriegen, wenn man auch sagt geht da und dahin nächste Fahrt für spezielle Dinge vielleicht auch Tübingen wäre.

00:40:20: Die sehen dann uns als letzten Strohhalm, um hinzugeben eine Einschätzung zu kriegen.

00:40:26: Und ich glaube das ist das was wir im ländlichen Bereich großflächig haben dass wir nicht mehr alle Fachärzte abdecken können.

00:40:32: Jetzt hat ja die Bundesregierung die Absicht die ambulante Notfallversorgung auf neue Füße zu stellen.

00:40:39: da sollen die Krankenhäuser auch eine Rolle spielen.

00:40:43: Krankenhäuser versorgen ja heute bereits im Jahresschnitt etwa dreizehn Millionen ambulante Notfallpatienten.

00:40:49: Es werden bei ihnen sicherlich auch ganz viele sein, dann sollen an den Krankenhäusern jetzt sogenannte integrierte Notfallzentren eingerichtet werden.

00:40:58: Da soll der gemeinsame Bundesausschuss sagen welches Personal da tätig sein soll welche medizin- technische Ausstattung und ähnliches.

00:41:07: Aber zum Thema Finanzierung.

00:41:08: und jetzt kommen wir wieder zu dem Grundproblem.

00:41:10: Gibt es da keine Aussage?

00:41:12: Das heißt, wir müssen davon ausgehen dass beispielsweise die Abklärung eines ambulanten Notfalls ohne weitere Behandlung für rund zehn Euro zu leisten wäre vom Krankenhaus.

00:41:25: Wer schon mal mit seinem Hund zum Tierarzt gegangen ist oder seiner Katze kann sich ungefähr vorstellen was das für Größenordnungen sind.

00:41:34: Und selbst wenn ein ambulanter Notfall ins Krankenhaus käme, also zum integrierten Notfallzentrum und wird dort behandelt und wieder nach Hause geschickt, reden wir über einen Betrag von bis zu fünfzig Euro.

00:41:47: Wir sagen, das wird nicht funktionieren und es wird auch möglicherweise dazu führen dass Krankenhäuser ganz klar erklären.

00:41:55: An diesem Projekt können wir uns nicht beteiligen weil unsere Defizite dadurch ja noch viel höher werden.

00:42:02: wenn ihr uns sagt welches Personal wir einsetzen sollen was wir da an Medizinteching und allem aber ihr nicht bereit seid es adäquat zu finanzieren.

00:42:09: Können Sie sich vorstellen dass auch Ihr Krankenhaus an dieser Stelle die Hände hebt.

00:42:14: da können wir nicht mitmachen.

00:42:17: Es geht einfach nicht!

00:42:18: Also, wir werden uns das ganz genau anschauen und die Finanzierung anschauen.

00:42:22: Wir sind auch nicht als Landrat aber auch der Kreistag.

00:42:25: Wir sind verpflichtet dass die Entscheidungen, die wir treffen für die Bürger treffen Und wenn wir jetzt kurzfristig sagen es wäre eine gute Sache für die Versorgung Aber dadurch unsere Krankenhaus noch mehr gefährden dann können wir die Entscheidung nicht treffen.

00:42:37: Wir haben aktuell schon in Situationen, dass wir von zwanzig-einundzwanzig auf zwanzighierundzwannzig haben sich bei uns

00:42:44: im

00:42:45: der Notaufnahme, die Defizite verdoppelt.

00:42:47: Also man sieht das einfach nicht kostendeckend ist.

00:42:50: und wenn wir solche Notfallzentren machen, die für mich grundsätzlich Synergieeffekte hätten, grundsätzliche wirtschaftliche Aspekte wo ich sage, das könnte ein funktionierendes Modell sein muss aber trotzdem dranstehen dass es Preisschild für die Leistung muss die Kosten decken auch sonst stehen wir wieder an dem Punkt wo wir quer finanzieren.

00:43:10: Für alle kirchlichen Träger muss ich ganz klar sagen, die werden ihre Krankenhäuser so nicht betreiben können.

00:43:15: Also wir tun sie auch extrem schwer wenn noch was drauf kommt und Kirchliche Trägers sind glaube ich in viele Stellen am Rande.

00:43:21: und dann passiert als weiterer Effekt der dass die Krankenhäusern wie wir es im Baden-Württemberg auch schon bei zwei haben das träge ihre Kranken häuser zurückgeben an den Landkreisen und sagen Ich kann nicht mehr mach du!

00:43:33: Und dann auf einmal der Landkreis ein Krankenhaus übernimmt Und agieren muss.

00:43:37: Es betrifft nicht nur die, die schon Krankenhäuser haben und deswegen diese ambulanten Versorgungszentren.

00:43:41: ein guter Ansatz aber da muß doch das Synergieeffekt so hoch sein.

00:43:45: Das ist okay ich kann in der Summe wasch sparen Aber es kann nichts sein dass sich sagt ok Ich packe alle zusammen zahle wieder zu wenig und dann wird sich das für uns rechnen als Bund.

00:43:56: Ja wie oft spielt die Musik in Berlin?

00:43:59: Die Zeche wird im Kreis bezahlt und das funktioniert so nicht mehr.

00:44:03: Ja, da sind wir wieder beim Thema wer bestellt bezahlt und auch bei der Frage was sind eigentlich Prioritäten in der politischen Schwerpunktsetzung?

00:44:13: Letzte Frage an Sie.

00:44:15: Sind sie eigentlich optimister und würden Sie sagen Wir schaffen das irgendwie?

00:44:20: wie?

00:44:21: es wird uns gelingen Land und Bund davon zu überzeugen, dass wir eine andere finanzielle Unterstützung für unser notwendiges Krankenhaus brauchen?

00:44:33: oder was passiert eigentlich bei Ihnen ganz konkret in Freunstadt?

00:44:38: Wenn das nicht passiert.

00:44:41: Ja ich bin optimist aber kein blinter Optimist.

00:44:47: Ich habe aktuell verschiedene Handlungsmaximen.

00:44:51: Aber eins ist ja klar Aufgeben ist keine Option.

00:44:55: Also werde ich für mein Kreis bei allen Themen, aber derzeit natürlich absolut bei der Krankenhausfinanzierung, weil die gerade brennt und dass das Thema zentral ist jeden Meter gehen fahren fliegen den es bedarf wird jedes Gespräch suchen wird jede Chance nutzen um zu überzeugen auf landes- und bundesebene weil ich immer noch die hoffnung habe dass wir das unsere mandatsträger Es sehen, es erkennen, merken dass das Problem dadurch nicht gelöst ist und weiter nach einer richtig guten Lösung suchen.

00:45:30: Gleichzeitig natürlich hoffen wir auf eine Wirtschaftsteigerung vor allen Dingen hoffen darauf dass sie nicht doch schlechter wird.

00:45:39: die wirtschaftliche Situation jetzt könnte uns ja auch noch blühen muss man auch ganz klar sagen dass es stagniert und von daher bin ich insofern schon optimist als ich der Meinung bin dass wir alles alles rein werfen müssen für die richtige Lösung.

00:45:52: Und ich bin auch bereit für Gespräche, wenn es konkret geht, welche Lösungsansätze man suchen könnte in der Verbindung mit Fachleuten.

00:45:59: Da ist die Deutsche Krankenhausgesellschaft fachlich viel tiefer drin wie ich, wo man da ansetzen kann.

00:46:04: Aber ich bin wirklich bereit jeden mehr dazu gehen, welcher Meinung bin, wenn wir jetzt gute gemeinsame Lösungen finden und zwar gemeinsam heißt für mich Bund, Land und Landkreise Wir sind als Landkreis nicht Lobbyisten, sondern wir sind Teil des Staatssystems und als es so stehen wie uns auch als Landräder.

00:46:22: Ich glaube wenn wir das hinbekommen dann einen Weg finden in der Krankenhausreform eine gute Lösung zu kriegen, dann finden vielleicht auch Wege für andere Probleme die wir lösen können.

00:46:31: und ich habe nicht vor den Kopf in den Sand zu stecken, ich hab' nicht vor mich ja den abgesangen auf Deutschland, deren manche Stellen kommt Aber ich bin trotzdem ein ehrlicher Manner für die Situation.

00:46:46: Die brennt definitiv und jemand der bereit ist dafür zu kämpfen, aber ja... Ich habe vor allem einen Vergleich zum Wetter gezogen.

00:46:54: Am Wetter kann ich gar nichts ändern!

00:46:56: Ich hoffe dass sich an der Krankenhausfinanzierung ein bisschen was bewegt bekommen.

00:46:59: Das war ein... Engagiert ist und glaube ich auch dennoch optimistisches Schlusswort von Ihnen.

00:47:06: Ich glaube, Sie haben vielen Ihrer Kolleginnen und Kollegen als Landräderinnen und Landräter aus dem Herzen gesprochen.

00:47:11: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Jundt!

00:47:13: Und ich drücke Ihnen die Daumen viel Erfolg.

00:47:16: Herzlichen Dank fürs tolle Gespräch und ich drück uns allen die Daume, dass wir es hinkriegen vor allem unseren Bürgerinnen und Bürgern.

00:47:23: Danke schön.

Über diesen Podcast

Wir sprechen mit Gästen aus Politik, Selbstverwaltung und Wissenschaft über Themen aus Gesundheitspolitik und Versorgung, ausführlich, konstruktiv, kontrovers aber auch spannend und praxisnah.

von und mit DKG e.V.

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